Hansestiftung hilft: Barrierefreier und inklusiver Spielplatz Friedehorst eröffnet 

Sommer in Bremen, die Sonne strahlt vom Himmel bei sommerlichen Temperaturen. Über den Friedehorst Campus im Norden der Stadt schallt lautes Lachen – es kommt vom inklusiven Spielplatz, auf dem richtig viel los ist. Zahlreiche Kinder tummeln sich auf dem großen Spielbereich – einige von ihnen spritzen mit den beiden Wasserkanonen herum, andere arbeiten eifrig an der Wasserbahn, ein paar tummeln sich auf dem hölzernen Klettermikado. Im Sandkasten werden Burgen und andere Gebilde gebaut. Am beliebtesten bei den Kindern sind jedoch die neue Spielgeräte: eine sogenannte Sensorik-Arena mit unterschiedlichen Spielelementen zum Klettern und Tasten, ein Spielturm mit Rutsche und Treppe, eine Torschaukel, eine mit Rollstuhl befahrbare Wippe, ein kleines Karussell und eine höhenverstellbare Sandspielfläche. Ende Juni 2026, pünktlich zum Friedehorster Gemeinde-Sommerfest, wurden die neuen Spielgeräte eingeweiht. Zusammen mit den bereits vorhandenen Spielgeräten bilden sie den inklusiven Spielplatz Friedehorst.

Ziel des Projektes ist es, ein inklusives Spielerlebnis für Kinder und mit und ohne Beeinträchtigung ermöglichen. Darüber hinaus zielt es darauf ab, die motorische und kognitive Entwicklung der Kinder zu unterstützen, indem geeignete Spielgeräte bereitgestellt werden, die die physische und geistige Förderung gewährleisten.

Im Zuge der ersten Überlegungen für die Neugestaltung haben die Projektverantwortlichen im Februar 2025 Gespräche mit Kindern und Jugendlichen sowie deren betreuenden volljährigen Menschen zur Umgestaltung des Spielplatzes geführt. Zudem gab es mehrfachen Austausch mit Menschen aus den Friedehorster Einrichtungen der Altenpflege, die ebenfalls ein Interesse an einem lebendigen Spielplatz haben sowie mit Personen aus der direkten Nachbarschaft und Mitarbeitenden der Stiftung Friedehorst.

Zentrale Ergebnisse dieser Befragungen sind, dass die Kinder und Jugendlichen auf dem Spielplatz klettern, buddeln und rutschen möchten (so sie dazu körperlich in der Lage sind). Die älteren Menschen freuen sich über schöne, schattige Beobachtungsplätze. Wichtig für alle ausgewählten Spielgeräte war, dass sie nicht auf einer Sandfläche stehen, sondern synthetischer Fallschutz verwendet wird, der nahtlos an die Zuwegung anschließt und ein sicheres Spielen möglich ist.

So entstanden:

1. Eine Sensorik-Arena mit großen Netzen, die sowohl vertikal als auch horizontal gespannt sind und für sorgen spannende Kletterpartien und Treffpunkte zum Ausruhen sorgen.

2. Das Universalkarussell. Es ist als inklusives Drehspielgerät konzipiert und verfolgt konsequent das gemeinsame Erlebnis. Es hat einen ebenerdigen, barrierefreien Einstieg und bietet Fläche für einen Rollstuhl.

3. Die Schaukel mit zwei Doppelsitzvarianten: Bei dem You&Me – Schaukelsitz ist die Sitzhöhe so bemessen, dass eine erwachsene bzw. jugendliche Person und ein Kind beim Schaukeln auf Augenhöhe sind. So wird Kindern das Schaukeln ermöglicht, die dies (noch) nicht allein beherrschen.

4. Der Spielturm mit Treppe und Rutsche. Die vielfältigen Klettermöglichkeiten trainieren die Kreuzkoordination. Die Rutsche ist ein aufregendes Spielerlebnis, das Kindern mit und ohne Beeinträchtigung zusätzlich den Gleichgewichtssinn schult, der grundlegend für alle anderen motorischen Fähigkeiten ist.

Um die Spielfläche dauerhaft zu erhalten, wurde ein regelmäßiger Wartungs- und Instandhaltungsplan entwickelt, der die Sicherheit und Funktionalität der Spielgeräte gewährleistet. Die Hansestiftung ist stolz, die endgültige Realisierung dieses Projektes mit 15 000 € unterstützt zu haben. Stiftungsvorstand Jörg Wontorra fasst zusammen: „Der inklusive Spielplatz ist nicht nur ein Gewinn für einen ganzen Stadtteil, sondern dadurch rücken auch unterschiedliche Generationen dichter zusammen. Auch das ist ein Ziel, das wir mit unserer Arbeit erreichen wollen.“

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