Hansestiftung spendet spezielles Hilfsmittel an ältestes Hospiz in Bremen

Das Hospiz Brücke, die älteste stationäre Einrichtung dieser Art in Bremen, hatte berühmten Besuch: Der Fußball-Moderator und langjährige Sport-Chef von Radio Bremen Jörg Wontorra war im September 2025 vor Ort. Der Grund: Wontorra hatte mit seiner Stiftung einen speziellen Beamer gespendet, der Bilder u.a. an die Zimmerdecke projiziert. Nun hat er persönlich das Hospiz und die Spende in Augenschein genommen.

Das gespendete audiovisuelle Hilfsmittel mit dem Namen Qwiek.up verwandelt mit Hilfe von verschiedenen Erlebnismodulen einen Raum innerhalb kürzester Zeit in z.B. eine bewegte Unterwasserwelt, einen Herbstwald oder einen Sternenhimmel. Der Beamer strahlt das Bild großflächig an die Decke, was für die oftmals liegenden Gäste wichtig ist. Die Bilder helfen besonders bei der Beruhigung von Gästen, die in dieser herausfordernden Phase mit Sorgen oder Unruhe zu kämpfen haben. Hospizleiterin Vanessa Weber schildert erste Erfahrungen: „Gäste und Zugehörige geben sehr positives Feedback zur entspannenden Wirkung der bewegten Bilder. Auch die Kollegen im Nachtdienst sagen, die Gäste kämen dank der Kombination aus meditativen Bildern und hinterlegte Musik viel besser zur Ruhe – manchmal kann so sogar auf Medikamente verzichtet werden.“

Das Hospiz Brücke kooperiert eng mit der Palliativstation des Krankenhauses Links der Weser (LdW) – dort hatten Hospiz-Mitarbeitende das Gerät kennengelernt. Die Anschaffungskosten in Höhe von 7.000 Euro hat die Hansestiftung Jörg Wontorra übernommen. Jörg Wontorra kennt das Hospiz Brücke durch seinen ehemaligen Kollegen und Freund Ludwig Evertz. Dessen Sohn ist 2011 dort in Folge einer schweren Krankheit verstorben. Wontorra sagt: „Ich habe hautnah miterlebt, wie entlastend und hilfreich die liebevolle und professionelle Begleitung im Hospiz sein kann – gerade auch, wenn das eigene Kind erkrankt ist und stirbt.“ Die Hansestiftung Jörg Wontorra will gezielt junge Menschen fördern. In das Hospiz Brücke können zwar nur Erwachsene, aber Wontorra erklärt die Entscheidung des Vorstandes für die Spende: „1. sind unter den Gästen auch junge Erwachsene und 2. gibt es viele zugehörige Kinder und Jugendliche – die profitieren in dieser schwierigen Situation davon, wenn z.B. ihr Vater oder ihre Mutter oder andere aus der Familie im Hospiz gut aufgehoben sind.“

Im Hospiz Brücke in Bremen-Walle können Menschen, die aufgrund einer unheilbaren Erkrankung nicht mehr lange zu leben haben, ihren letzten Weg gehen und würdevoll sterben. Ein Hospizaufenthalt ist für Gäste kostenfrei. Hospize sind aber gesetzlich dazu verpflichtet, 5 Prozent ihrer Ausgaben durch Spenden zu finanzieren. Daher sind Spenden unverzichtbar, um das Angebot aufrechtzuerhalten.

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