

Hansestiftung begleitet sich an einzigartigem Spielangebot für Kinder und Jugendliche in Bremen Nord – Das Inklusionsprojekt der Einrichtung Friedehorst
Seit über 70 Jahren bietet die diakonische Einrichtung Friedehorst im Bremer Stadtteil Lesum Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kompetente Hilfe und individuelle Förderung. Sie wurde 1947 auf einem ehemaligen Kasernengelände gegründet und hat im Laufe der Jahre eine Angebotsvielfalt entwickelt, die in dieser Form in Deutschland ziemlich einzigartig ist.
Friedehorst umfasst Dienste für Menschen mit Behinderung sowie für schwerstpflegebedürftige und für ältere Menschen. Ein Kinderhospizdienst („Jona“) unterstützt Familien mit Kindern, die unter einer fortschreitenden oder lebensverkürzenden Krankheit leiden. In den Häusern können Kinder mit Behinderung ab ihrer Geburt leben. 70 Kinder und Jugendliche wohnen hier in familienähnlichen Gruppen. Zu ihnen zählen schwerstmehrfach-behinderte Kleinkinder, aber auch Jugendliche, die sich in immer größerer Selbständigkeit üben.
Der Name „Friedehorst“ wurde gewählt, weil kurz nach dem Krieg ein großes Bedürfnis nach Frieden bestand, das Wort „Horst“ auch Nest, also Geborgenheit und Neuanfang bedeutet.
Auf dem Gelände ist nun ein Ort entstanden, an dem sich alle Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen frei bewegen können. Ein Ort für den ganzen Stadtteil, an dem sich Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung, Familien und ältere Menschen fröhlich begegnen.
Mit dem Projekt Landeplatz bietet die Einrichtung Friedehorst im Bremer Stadtteil Lesum vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.
Ein gelungenes Beispiel für Vernetzung mit dem Stadtteil und gelebter Inklusion. Auf dem 10 000 qm großen Areal kommt nun als Hauptattraktion noch die „Wipfelburg“ dazu, die durch die Hansestiftung mit 20 000 € gefördert wird und bis Mitte 2021 entstehen soll.
Unter dem Blätterdach großer alter Linden verbindet eine Brückenkonstruktion zwei hölzerne Baumhäuser, die bis in den Kronen hineinreichen. Durch die nur teilweise überdachten Baumhaus-Podeste entstehen Aufenthaltsbereiche, wo die Natur sinnlich erfahrbar wird.
Zugleich bietet die Wipfelburg spannende körperliche Herausforderungen. Die Brücke besteht aus flach liegenden Baumstämmen, die durch seitliche Netze und Handläufe gesichert werden. Es entstehen Spiel- und Aufenthaltsangebote auf verschiedenen Ebenen, mit Auf- und Niedergängen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Hinzu kommen eine Klettertreppe, ein Rutschtunnel und ein separater Aufstiegsturm zwischen den beiden Brückenelementen. Einem Einstieg in die Bäume wird durch Holzabtrennungen bzw. Netze vorgebeugt.
Die Wipfelburg ist eine spannende Attraktion für Kinder und Jugendliche aus den genannten Zielgruppen, deren individuelle körperliche Fähigkeiten auch größere motorische Herausforderungen zulassen, sowie für Geschwisterkinder.
Stiftungsvorstand Jörg Wontorra: „Das Projekt hat uns voll überzeugt, weil sich hier Menschen mit und ohne Einschränkungen begegnen und miteinander neue, wertvolle Erfahrungen sammeln können.“ (Weitere Einzelheiten unter „Projekte“).
